Einen Besuch bei den älteren Geschwistern…

…unternahmen wir Felixianer zum Auftakt unserer Bibel-Werkwoche am Dienstag, 27. Oktober.

Vor der in den 1950er Jahren erbauten Trierer Synagoge erwartete uns Herr Szmere, um uns leidenschaftlich und beredt in das jüdische Alltags- und Glaubensleben, speziell in das Gemeindeleben der Trierer Juden einzuführen. Dabei hatten wir Gelegenheit, unsere Kenntnisse über das Alte Testament aufzufrischen, Tora-Rollen zu besichtigen und die Ordnung einer koscheren Küche zu bestaunen.

Die Ausführungen über das Schicksal der Trierer Bevölkerung jüdischen Glaubens im Nationalsozialismus berührten uns besonders. Drei an der Reorganisierung der Gemeinde nach dem Krieg Beteiligten leben noch, während russischsprachige Menschen heute den größten Teil der Juden im Trierer Bezirk bilden.

Nach der Führung tauschten wir uns lebhaft und kritisch über das aus, was wir gesehen und gehört hatten – für viele von uns war es der erste Synagogenbesuch. Eines wurde definitiv klar: Ohne den Glauben Israels ist Christsein, ja ist Jesus Christus selbst undenkbar. Wir fühlten uns bei unseren „älteren Geschwistern“ jedenfalls herzlich willkommen: „Dieses mein Haus ist ein Haus des Gebetes für alle Völker“ – über dem Portal, durch das wir eintraten, stand dieser Vers programmatisch geschrieben.

Johannes Gold

Geistliche Tage 03. bis 07.08. – Einfach mal die Klappe halten!?

Da die Geistlichen Tage wegen der Corona-Pandemie zum eigentlich geplanten Zeitpunkt nich stattfinden konnten, bestand jetzt die Möglichkeit, diese nachzuholen im Karmel Springiersbach für Diejenigen, die es wollten.

Als unsere Begleiter uns dann am ersten Abend eröffneten, dass wir die nächsten Tage schweigend verbringen würden, waren wir erst mal ziemlich überrascht. Wir würden zwar nicht versuchen, gar keine Geräusche mehr von uns zu geben, aber auf jede mögliche Ablenkung verzichten, jeder nach seinen Möglichkeiten. Nachdem wir an unserem letzten „freien“ Abend wichtige Telefonate führen und uns nochmal unterhalten konnten, ging es am nächsten Morgen auch schon los.

Unser Tagesablauf war strukturiert durch Impulse, Gebetszeiten, Begleitgespräche und eine Heilige Messe pro Tag. Wir hatten aber auch genug Zeit, das ein oder andere Nickerchen zu halten und in der Natur spazieren zu gehen. In der Stille konnten wir uns auf uns selbst und auf Gott konzentrieren und neue Gebetserfahrungen machen, zum Beispiel bei der ignatianischen Schriftbetrachtung. Dadurch haben wir neue Kraft getankt und eine tiefe Ruhe erfahren. Ruhe herrschte auch im Speisesaal, wo die anderen Gäste aus Rücksichtnahme ihre Mahlzeiten ebenfalls schweigend einnahmen – Vielen Dank dafür 🙂

Als wir wieder sprechen durften, entstand ein geradezu babylonisches Stimmengewirr mit heftigen Lachanfällen. Wir werden diese Exerzitien sicherlich in guter Erinnerung behalten…

(sb)

Wir sagen auf Wiedersehen!

Der 4. Kurs des Felixianums verabschiedet sich

Unser Orientierungs- und Sprachenjahr 2019/20 ist mit dem gestrigen Tag vorbei. Die Abschlusswoche mit einem Ausflug nach Heidelberg, dem Zivilcouragetraining, der Abschlussreflexion, einem Kaffeetrinken mit feierlicher Übergabe der Abschlusszertifikate, der Abschlussmesse und ein Grillabend liegen hinter uns.

Aber auch 9 Monate mit Latein, Griechisch und Spanisch, Basiskursen, Leben in der Wohngemeinschaft mitten in Trier und vielen Erlebnissen und wertvolle Erfahrungen.

Für einige von uns geht es ab dem 10. August noch weiter mit dem Intensivkurs als Vorbereitung auf die Latinumsprüfung Anfang September.

Dennoch sagen wir an dieser Stelle schon herzlichen DANK an alle, die uns in diesem Jahr begleitet und die für uns gesorgt haben.

Es grüßt der Felixianums-Kurs 2019/20

P.S.: Wenn du beim nächsten Kurs des ab 19.10.2020 dabei sein willst, bewirb dich noch bis Ende August auf einen Platz im Felixianum.

Oasentag zum Abschluss des Felixianums

Ab und zu braucht jeder mal eine Pause – wir auch. Deswegen hatten wir uns mit Spiritual Jan Lehmann ins Kloster Springiersbach aufgemacht, um für den Endspurt Kraft zu tanken.

Hier konnten wir in entspannter Atmosphäre auf unser Jahr zurückblicken, uns von musikalischen Impulsen inspirieren lassen und die Natur genießen. Wir hatten genug Zeit für „einsame“ Momente der Andacht und konnten auch die Gemeinschaft genießen, zum Beispiel beim gemütlichen Ausklang nach dem Abendlob oder bei der gemeinsamen Abschlussmesse.

Danach ging es mit neuer Energie auf die Abschlussgerade mit den Sprachprüfungen und der Abschiedswoche zu.

Felixianum – Betrieb eingeschränkt und unter Beachtung der Schutzregeln wieder aufgenommen

Seit dem 04.05.20 konnte das Felixianum analog zu den Schulen unter Beachtung strenger Hygiene- und Abstandsregeln den Betrieb eingeschränkt wieder aufnehmen.

Wir sind froh, dass das Orientierungs- und Sprachenjahr so für die Felixianerinnen und Felixianer weitergehen kann!

Das Felixianum geht trotz Corona doch irgendwie weiter …

Zum Beispiel sitzen die FelixianerInnen im Gruppenraum, statt das schöne Wetter zu nutzen. Und das am Donnerstag, wo der Glaubenskurs doch mittwochs stattfindet. 🤔 Außerdem sieht die Sitzordnung eher nach Filmabend aus. Am Mindestabstand müssen wir aber noch arbeiten. 😉

Auch der Spanischkurs geht weiter. Dafür sorgt schon Senora Schuh. 😉

NEWS: Corona-Prävention

Eigentlich haben sich alle auf die Basiskurse Rhetorik und Berufungscoaching in den kommenden beiden Woche gefreut, aber aufgrund der allgemeinen Dienstanweisung des Generalvikars (https://www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/) wird das reguläre Programm des Felixianums vorerst bis 30.04.2020 ausgesetzt.

Wir bleiben aber im 🙏🏻 verbunden, besonders mit den Menschen, die betroffen sind. Bleibt alle gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Das Leitungsteam

Rundgang durch das Felixianum

"Es gefällt uns sehr gut hier!"

Garo und Sina, zwei TeilnehmerInnen am Felixianumskurs 2019/20, wurden von Angelika Witczak, einer Volontärin in der Bischöfliche Pressestelle Trier, begleitet. Sie nehmen auch euch gerne mit auf einen Rundgang durch das Felixianum Die beiden sind hier im Orientierungs- und Sprachenjahr im Bistum Trier. Ein Jahr lang leben und lernen sie gemeinsam mit anderen jungen Erwachsenen, um Klarheit für ihren weiteren Lebensweg zu finden.

Auch als Vorbereitung auf ein Theologiestudium wird das Jahr gerne genutzt.

Touristen versuchen, Attentat auf den Papst zu verhindern ;-)

Erster Felixtag im Rahmen des Felixianumskurses 2019/20

Am Samstag, den 25.01., fand unser erster Felixtag im Priesterseminar statt. Dazu hatten unsere Tutorin Katharina und Cäcilie Fieweger von der Fachstelle Jugend Trier zwei Escape-Rooms vorbereitet.

Wir teilten uns in zwei Gruppen ein und lösten verschiedene Rätsel. Eine Gruppe war Luther auf der Spur, die andere Gruppe war mit verschiedenen Bibelübersetzungen beschäftigt, um die Pfingsterzählung aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Nachdem wir in jeglichen Ecken des Raumes nach Hinweisen gesucht hatten, gelang es schließlich beiden Gruppen, das Rätsel zu lösen.

Nachmittags durften wir dann selbst kreativ werden, um der jeweils anderen Gruppe einen Escape-Room zu gestalten. Während die eine Gruppe versuchte, eine Gruppe Touristen aus den ,,bischöflichen Weinkellern“ zu befreien, war die andere Gruppe damit beschäftigt, Terroristen davon abzuhalten, ein Attentat auf den Papst zu verüben. Trotz zahlreicher musikalischer Hinweise des Spielleiters konnte die Gruppe den Papst leider nicht retten und die Touristengruppe verweilt wohl noch immer in den Weinkellern. 😉 Trotzdem hatten wir viel Spaß beim Lösen der Rätsel und werden den Tag in freudiger Erinnerung behalten.“ (sb)

Gemeinsam leben, lernen und glauben

Sina erzählt von ihrem Orientierungsjahr am Felixianum

Trier – „Was soll ich im Priesterseminar?“, fragte sich die 19-jährige Sina noch vor einem Jahr. Mittlerweile lebt sie aber genau dort, besser gesagt in einem Gebäudeteil des Priesterseminars, dem Felizianum. Dort absolviert sie ein einjähriges Orientierungs- und Sprachenjahr, das Felixianum, das vom Bistum Trier angeboten wird. „In dem Jahr will ich schauen, ob ein Lehramtsstudium Französisch und Religion wirklich zu mir passt“, erklärt Sina. Das Felixianum ist auf die Berufs- und Studienorientierung hin ausgelegt.

„Die meisten hier sind sich noch nicht sicher, was sie später machen wollen oder welches Studienfach sie wählen sollen“, erzählt Sina. Bei drei der Felixianer stehe aber schon fest, dass sie Priester werden wollen. Sie können das Jahr als Propädeutikum, also als Vorbereitungsjahr für Priesteramts-Kandidaten, nutzen. Ein wichtiger Bestandteil seien Sprachkenntnisse. So orientiert sich auch das Felixianum mit seinem Kurs-Angebot an den Sprachen, die für das Theologie-Studium verpflichtend sind, und bietet Latein, Altgriechisch und Hebräisch an. Zusätzlich gibt es noch einen Spanisch-Kurs. Das ist nicht nur für die zukünftigen Theologie-Studenten eine Hilfe. Sina braucht für ihren Studienwunsch ebenfalls das Latinum. „Viele haben mir erzählt, dass das während des Studiums hart ist“, sagt sie. „Deshalb habe ich nach einer Möglichkeit geschaut, es vorher zu erlernen. So bin ich nochmal auf das Felixianum aufmerksam geworden.“ Sina war bereits einmal zu Gast im Felizianum, als sie mit ihrer Schule, dem Angela-Merici-Gymnasium Trier, hier ein „Herzensgebet“ erlebte. Damals habe die Idee, am Priesterseminar zu leben, noch nicht richtig gezündet. Letztlich überzeugte sie dann der Stundenplan: „Die vielfältigen Angebote fand ich interessant. Hier kann ich mit Gleichaltrigen lernen und das mit einem christlichen Hintergrund.“

Denn neben den Sprachkursen gibt es auch spirituelle Angebote wie Andachten und Gottesdienste sowie Kurse über den christlichen Glauben. Die Formate erklären nicht nur theoretisch den Glauben, sie machen ihn erlebbar. So haben die jungen Erwachsenen einen eigenen Eindruck von den unterschiedlichen Glaubensangeboten und können qualifiziert darüber diskutieren. Für Sina war das auch ein Grund, das Jahr am Felixianum zu beginnen: „Hier kann ich meinen Glauben vertiefen und reflektieren, den ich schon von Kindheit an erleben durfte.“ Zusätzlich machen die Felixianer ein Praktikum bei einer sozialen Einrichtung für ein paar Stunden in der Woche, bekommen Supervision, Berufscoaching, eine kirchenmusikalische Bildung, haben eine geistliche Begleitung und machen Oasentage sowie Exkursionen beispielsweise nach Rom.

Auch die Gruppengröße empfindet Sina als positiv: „Wir zwölf sind alle unterschiedlich, aber wenn man in die Küche kommt, ist immer jemand da und man hat wen zum Reden. Wir unternehmen sehr viel zusammen, vor allem abends. Wir sind schon einmal zum Kegeln gewesen oder haben eine Nachtwanderung zur Mariensäule gemacht. Dafür sind die Felixabende. Hier haben wir für sowas Zeit“, erzählt sie

Um die Gemeinschaft weiter zu stärken, verabreden sie sich auch gern zum Abendessen. Denn im Felixianum wird nur das Mittagessen für die jungen Leute gekocht, die anderen Mahlzeiten organisieren sie selbst. Die Felixianer, die zwischen 18 und 34 Jahren alt sind, sollen das Jahr nutzen, um selbständig zu werden. Dazu zählt neben der Zubereitung von Mahlzeiten auch, das Haus unter Anleitung zu putzen. Bisher fühlt sich Sina gut unterstützt: „Man hat immer einen Ansprechpartner, entweder den Subregens oder die Tutorin. Die wohnt auch hier, hat das Orientierungsjahr schon hinter sich und ist jetzt im Studium.“

Im Felixianum wohnen die jungen Frauen und Männer in Einzelappartements mit Bad für monatlich 390 Euro. Interessierte können Schüler-BAföG beantragen. Weitere Informationen gibt es bei Subregens Oliver Laufer-Schmitt Tel.: 0651-9484130, E-Mail: oliver.laufer-schmitt(at)felixianum.deoder unter www.felixianum.de und auf www.facebook.com/felixianum.

(aw / Quelle: -trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsam-leben-lernen-und-glauben/)