Der große Stein

DER GROSSE STEIN

Am Ostermorgen bewegt die Frauen, die gemeinsam zum Grab Jesu gehen, nur eine einzige Frage: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Der Stein war nämlich sehr groß.“ Eine unverrückbare harte Tatsache, eine unüberwindliche Schwierigkeit! Diese Frauen wissen genau: An diesem Stein führt kein Weg vorbei. Aber das zeichnet die Frauen aus; Sie weichen nicht zurück vor dem Stein, brechen auf, scheinbar irrational, gehen bewusst auf den Stein zu. Gegen jede Hoffnung – hoffen sie.

 (Theo Schmidkonz SJ)

Wir alle erleben im Leben immer wieder und auch gerade jetzt, dass Steine und Beschränkungen lästig sein können, wenn sie uns den Weg, versperren, wenn sie uns stolpern lassen, wenn sie uns auf der Seele lasten. Und dann fragen auch wir uns, wer wird uns den Stein wegwälzen?

Gott hat an Ostern den Stein ins Rollen gebracht. Er hat gezeigt, dass es für ihn kein unüberwindliches Hindernis gibt, selbst den Tod nicht!

In diesem Sinne wünschen das Team des Felixianums, die Felixianerinnen und Felixianer Ihnen von Herzen ein frohes, „barrierefreies“ und gesegnetes Osterfest. Möge uns das Osterlicht leuchten, auch wenn die Aussicht versperrt ist. Sein Licht ist stärker als jede Nacht und jeder Stein.

„Der Ruf Gottes in mir wurde immer lauter“

Felixianer Johannes Gold will Priester werden

Trier/Kobern-Gondorf – „Es geht mir in meinem Leben nicht darum, ‚Big Cash‘ zu machen oder groß rauszukommen, sondern das zu tun, was wirklich zählt.“ Für Johannes Gold (20) bedeutet das, Priester zu werden – ein Wunsch, den er nicht erst seit gestern hegt. Eine wichtige Etappe auf diesem Weg ist das Propädeutikum, die Vorbereitungszeit für Priesteramtskandidaten. Die absolviert der Theologiestudent seit Oktober vergangenen Jahres im Rahmen des Felixianums, dem Sprachen- und Orientierungsjahr im Bistum Trier. Im Trierer Priesterseminar, mitten im Herzen der Moselstadt, lebt er ein Jahr lang mit sechs anderen jungen Leuten in einer WG. 

„Die Fragen nach dem Woher und Wohin im Leben haben mich schon immer beschäftigt, so sehr, dass es mir nicht reicht, das nebenher zu tun. Mir war schon vor dem Abitur klar: Das möchte ich studieren“, erzählt Johannes, der Theologie und Philosophie in Frankfurt/a.M. und Trier studiert. Bevor er ins Felizianum, den Wohntrakt der Felixianer im Priesterseminar, eingezogen ist, war er bereits zwei Semester an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/a.M. Dort lernte er Priesterseminaristen kennen, „eine gefährdete Art“, wie er scherzhaft feststellt. „Da habe ich gemerkt: Es gibt junge Menschen, die das erfüllt.“ Zur persönlichen Neigung müsse freilich noch etwas hinzukommen: „Der Ruf Gottes wird nicht leiser, sondern immer, immer lauter in mir.“

Schon von Kindesbeinen an ist er aktiv in der Gemeinde, spielt seit seinem zehnten Lebensjahr Orgel und ist Obermessdiener in der Pfarrei St. Johannes Gondorf. „Mein Berufungsweg hängt insgesamt mit meinem Weg als Christ zusammen. Getauft wurde ich als Baby, doch gerade durch den Empfang der Erstkommunion und des Firmsakraments kam ich sehr eng mit dem Glauben in Berührung – und auch mit den Fragen, die damit zusammenhängen.“ Insbesondere durch die Feier der Liturgie und das Orgelspiel habe er sich seiner Gemeinde und der Kirche eng verbunden gefühlt. „Das hat mich unheimlich fasziniert. Die Frage nach Gott, nach dem Glauben, nach der Kirche hat auf mich eine magnetische Anziehungskraft“, erklärt der 20-Jährige mit ruhiger und fester Stimme. „Immer, wenn ich Priester getroffen habe, die überzeugend gelebt und in Wort und Tat glaubwürdig verkündet haben, hat das in mir das Gefühl ausgelöst: Das geht. Und das kann ich mir für mich auch vorstellen.“

Familie und Freunde sind „Korrektiv von außen“

Der Weg zum Priesteramt ist für Johannes ein „innerliches Unterwegssein“, das er mit zweien seiner Mitbewohner teilt. In verschiedenen Seminaren und bei den Mahlzeiten kommen die Felixianerinnen und Felixianer zusammen – ein absoluter Mehrwert, wie Johannes betont: „Wir sind eine bunt gemischte Gruppe, daher gibt’s beim Abendbrot immer Interessantes auszutauschen. Und wir lernen viel voneinander. Jeder kann sich mit seinen Begabungen einbringen, niemand wird irgendwo reingepresst.“ Auch sei er glücklich, dass seine Familie ihn auf seinem Weg unterstütze und er viele Freunde jenseits des Theologiestudiums habe: „Ein Korrektiv ‚von außen‘ ist auch wichtig, sonst würde ich wohl schnell zum Fachidioten“, schmunzelt Johannes, der Latinum und Graecum bereits während seiner Schulzeit erlangt hat; nach zwei Semestern Hebräisch-Unterricht machte er das Hebraicum. Damit hat er den meisten seiner Mitbewohner, die während des Felixianums alte Sprachen lernen können, schon etwas voraus. Doch wozu überhaupt noch Latein, Altgriechisch und Hebräisch lernen? Johannes Antwort ist eindeutig: „Durch die Arbeit an Originaltexten wird die Exegese [Bibelauslegung] richtig spannend.“

Jederzeit Rede und Antwort stehen

Über Gott und die Welt sprechen – das bedeutet auch, sich mit Kritik an der Kirche auseinanderzusetzen. „Die nehme ich ernst“, erklärt Johannes. „Viele Begründungen sind ja auch stichhaltig, z.B. der Hinweis, dass mit der Beichte auch Schindluder getrieben wurde. Ich zögere auch nicht zu sagen: Dies oder das finde ich selbst falsch.“ Diskussionen weiche er nicht aus, erklärt er mit Verweis auf den ersten Petrusbrief: „Seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch nach dem Grund eurer Hoffnung fragt. Und genau das möchte ich tun. Es geht darum, dass die Menschen merken: Den trägt eine Hoffnung, die über diese Welt hinausgeht.“

Dass sein Berufswusch auch Entbehrungen, etwa den Verzicht auf Ehe und Familie, mit sich bringt, sei ihm bewusst. „Ich gehe damit entspannt um. Meiner Ansicht nach lässt sich auf Verzicht kein Leben bauen. Deswegen sehe ich auch den Zölibat nicht als Verzicht, sondern als Freisein für Christus, für Gott und für die Menschen, für die ich da bin. Die Freiheit der uneingeschränkten Hingabe ist zugleich auch meine Stärke. Andere Berufungen sind deswegen aber nicht besser oder schlechter.“ Mut schöpfe er vor allem aus dem Gebet der Menschen. „Ich weiß von vielen Menschen, dass sie für mich beten und ich spüre, dass mich das trägt. Ich glaube, ohne das ginge es auch gar nicht. Und das ist etwas sehr Kostbares. Sie nehmen sich für mich Zeit, tragen das vor Gott. Das empfinde ich wirklich als einen großen Schatz“, gesteht Johannes. Und er ist sich sicher: „Ich kann mit frohem Herzen sagen, dass ich den Weg zum Priestertum auch weitergehen möchte.“

Während des Sprachen- und Orientierungsjahres Felixianum wohnen die jungen Frauen und Männer von 18 bis 30 Jahren in Einzelappartements mit Bad für monatlich 390 Euro (Variante A) oder 250 Euro (Variante B). Interessierte können sich bis zum 30. Juni bewerben, der nächste Jahrgang startet am 18. Oktober. Weitere Informationen gibt es bei Subregens Oliver Laufer-Schmitt Tel.: 0651-9484130, E-Mail: oliver.laufer-schmitt(at)felixianum.de oder auf www.felixianum.de und www.facebook.com/felixianum. Spezielle Infos zum FSJ oder Bundesfreiwilligendienst im Rahmen des Felixianums gibt es im Stellenportal des Bistums Trier auf: https://t1p.de/l028.

(ih)

(Quelle: www.bistum-trier.de)

Orientierung finden zwischen Schule und Beruf

Der Plan steht fest: Jessica Bechter möchte Gemeindereferentin werden

Trier/Ockfen – Jessica Bechter ist in Eile. Auf der Arbeit ist ein Ehrenamtlicher ausgefallen, Corona-Quarantäne, deshalb ist sie gerade auf dem Weg in den Supermarkt, um für einen Klienten einzukaufen. Eigentlich gehört das nicht zu ihren Aufgaben, doch die junge Frau springt gerne ein, wenn Not am Mann ist. Die 19-Jährige aus Ockfen absolviert derzeit ein Sozialpraktikum beim Malteser Hilfsdienst in Trier und lebt seit Oktober vergangenen Jahres in einer außergewöhnlichen WG. Mitten in der Trierer Innenstadt wohnt sie für ein Jahr zusammen mit zwei weiteren Frauen und vier Männern im Bischöflichen Priesterseminar. Felixianum nennt sich das Sprachen- und Orientierungsjahr, das sich an junge Menschen richtet, die ein Theologiestudium anstreben oder generell einen kirchlichen Beruf erlernen möchten.

Schritt I im Abnabelungsprozess

In der Kirche kennt Jessica sich aus – mit neun Jahren wurde sie Messdienerin in ihrer Heimatpfarrei St. Valentin, später leitete sie die Messdienergruppe, beteiligte sich bei der Kinderbibelwoche und engagierte sich in der Firmvorbereitung. Dass Gemeindereferentin ihr Traumjob sein könnte, ahnte sie schon lange. „Gemeindearbeit hat mir schon immer tierisch Spaß gemacht“, gesteht sie. Doch erst in den vergangenen Wochen habe sich der Berufswunsch verfestigt. Anteil daran hatten sicherlich die zahlreichen Gespräche, die sie mit den Geistlichen Begleitern, darunter Subregens Oliver Laufer-Schmitt, im Felixianum führen konnte. Denn neben dem vielseitigen Lehrangebot, das Sprachkurse in Latein, Griechisch oder Spanisch in Vorbereitung auf das Theologiestudium vorsieht, gibt es auch Basiskurse zu Themen wie Liturgie, Bibel, Spiritualität, Glauben, Rhetorik, Berufungscoaching oder Biographiearbeit, ergänzt von Wahlfächern wie Stimmbildung, kirchenmusikalische Bildung und Hebräisch. Bis vor einigen Wochen hätte sie sich auch vorstellen können, Rettungssanitäterin zu werden, erzählt Jessica. Daher absolviert sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr, das sie zur Anerkennung des Fachabiturs braucht, bei den Maltesern. Doch inzwischen steht ihr Entschluss fest: Noch in diesem Jahr möchte sie das Doppelstudium „Praktische Theologie und Soziale Arbeit“ an der Katholischen Hochschule Mainz beginnen, erzählt sie strahlend. Damit wäre der Einstieg ins Erwachsenenleben dann endgültig vollzogen. Ihre Zeit im Felixianum sieht sie als ersten Schritt des Abnabelungsprozesses: „Ich wollte erst mal lernen, alleine klarzukommen“, erklärt sie. Und genau das tut sie auch: Die 250 Euro, die sie im Felixianum pro Monat für Unterkunft, Verpflegung und Kursangebot bezahlt, bestreitet sie von der Aufwandsentschädigung, die sie für ihren Freiwilligendienst bei den Maltesern erhält.

Nur eine 30-minütige Zugfahrt trennt sie momentan von den Eltern und von den kleinen Brüdern, die zunächst gar nicht begeistert waren, dass ihre große Schwester auszieht. Doch nicht nur der Familie, sondern auch ihrer Heimatgemeinde ist Jessica noch immer eng verbunden. Als ehemals passionierte Fußballerin trainiert sie dort normalerweise die Mädchenmannschaft der B-Jugend. Und auch zu ihren „Minis“ in der Pfarrei hält sie den Kontakt – per Telefon, weil es momentan nicht anders geht. „Hoffentlich können das Training und die Jugendarbeit in Präsenz bald wieder starten, Corona schränkt uns alle schon sehr ein“, sagt sie und klopft dabei auf Holz. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lag Jessica schon immer, in ihrem Glauben fühlt sie sich wohl – und teilt ihn gern mit anderen: „Es gibt nichts Schöneres, als einem Kind den Glauben zu vermitteln und den Funken weiterzugeben, der selbst in einem brennt.“ Ihr Engagement in der katholischen Kirche stößt gerade bei Gleichaltrigen nicht immer auf Zustimmung, berichtet sie. „Von doofen Blicken bis Bewunderung ist alles drin.“ Doch Jessica nimmt das gelassen: „Ich lasse Diskussionen gerne zu.“

Keine Spur von Corona-Einsamkeit

Von Corona-Einsamkeit ist im Felizianum – so heißt der nach Bischof Michael Felix Korum benannte Wohntrakt der Felixianer im Priesterseminar – keine Spur. Zwar sind sonst übliche Bestandteile des Orientierungsjahres wie die gemeinsame Exkursion nach Rom coronabedingt momentan nicht zu machen. Doch Geselligkeit und spirituelle Angebote finden trotz allem ihren Platz im Tagesablauf. Eine WG, ein Haushalt, lautet die Devise. „Da ist dann auch mal ein Spieleabend mit den anderen oder ein Treffen im Speisesaal, natürlich unter den geltenden Hygieneregeln, drin“, freut sich die junge Frau. Beim letzten Spieleabend wurde sogar Oliver-Laufer-Schmitt per Video hinzugeschaltet. Das obligatorische Gläschen Wein zum gemeinsamen Anstoßen hatten die Felixianer ihrem Subregens zuvor heimlich vor die Tür gestellt. „Das war eine sehr schöne Überraschung!“, freut sich Laufer-Schmitt. Die Stimmung im Felixianum ist heiter, und „irgendjemand ist eigentlich immer da, mit dem man sprechen kann, wenn man das möchte. Klar gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten – aber die gibt es überall, wo Menschen zusammenkommen“, berichtet Jessica. Darüber hinaus schätze sie es sehr, dass man mit den anderen Felixianern und den Geistlichen Begleitern offen über kontroverse Themen, wie sie etwa beim Synodalen Weg angestoßen werden, reden könne. Und sie versichert: „Wir haben eine echt gute Gemeinschaft hier!“

Während des Sprachen- und Orientierungsjahres Felixianum wohnen die jungen Frauen und Männer von 18 bis 30 Jahren in Einzelappartements mit Bad für monatlich 390 Euro (Variante A) oder 250 Euro (Variante B). Interessierte können sich bis zum 30. Juni bewerben, der nächste Jahrgang startet am 18. Oktober. Weitere Informationen gibt es bei Subregens Oliver Laufer-Schmitt Tel.: 0651-9484130, E-Mail: oliver.laufer-schmitt(at)felixianum.de oder auf www.felixianum.de und www.facebook.com/felixianum. Spezielle Infos zum FSJ oder Bundesfreiwilligendienst im Rahmen des Felixianums gibt es im Stellenportal des Bistums Trier auf: https://t1p.de/l028.

(Quelle: www.bistum-trier.de / Fotocredit Carina Andreas)

Kurs 2020/21

Felixianerinnen und Felixianer des Kurses 2020/21

Seit 19. Oktober 2020 läuft jetzt bereits der fünfte Kurs des Felixianums mit sieben Felixianerinnen und Felixianern. Drei davon absolvieren einen Freiwilligendienst und zwei studieren bereits parallel Katholische Theologie. Trotz der Einschränkungen durch Corona, wünschen wir allen Felixen“ ein Jahr voller interessanter Eindrücke und Erfahrungen unter dem Motto: „Das Leben ist ein Abenteuer – wage es!“

kontakt@felixianum.de

Jetzt für den Kurs 2021/22 bewerben!

Der nächste Kurs startet am 18. Oktober 2021

„Spoiled youth“ – verdorbene Jugendzeit. So erleben aktuell viele junge Leute ihre Situation. Du vielleicht auch? Hast du auch das Gefühl, durch Corona um kostbare Lebenszeit betrogen zu werden:  „Die Möglichkeiten, sich mit Freund*innen zu treffen, sind durch die Kontaktbeschränkungen massiv reduziert. Nach dem Abitur ins Ausland zu gehen, neue Erfahrungen in anderen Ländern und Kulturen zu machen und Erwachsenwerden nochmals ganz anders zu erproben, werden durch die strengen Einreisebestimmungen zur mission impossible. Und selbst sonst reichlich vorhandene Praktikumsstellen stehen nicht wie vor Corona zur Verfügung.“ (Mirjam Schambeck sf auf www.feinschwarz.net)

Vielleicht schließt du gerade die Schule oder eine Ausbildung ab und stellst dir auch die Frage, was unter diesen Bedingungen geht und was nicht?

Gerade in dieser besonderen Situation bietet das Orientierungs- und Sprachenjahr Felixianum eine mission possible. Hier hast du zusammen mit anderen jungen Menschen die Möglichkeit, in einer WG zu leben, gemeinsam zu lernen und dabei den eigenen Glauben und die eigene Berufung zu entdecken – auch unter Corona-Bedingungen.

So können gerade in Zeiten eingeschränkter Möglichkeiten Entscheidungen für die nächsten Lebensschritte wachsen.

Was genau ist das Felixianum? Diese Frage haben hier Felixianer*innen selbst so beantwortet:

„Felixianum ist für mich…“:

  • „… mehr als ein Sprachen- und Orientierungsjahr. Es unterstützt mich darin, meinen eigenen Weg zu finden, es eröffnet mir neue Perspektiven und ich erhalte die Möglichkeit mich selbst zu finden. Durch das Felixianum erlebe ich Gemeinschaft und erhalte eine Vielzahl an Inspiration für meinen Glauben.“ (Antonia)

    „… wie eine Art Auslandsjahr, nur nicht so weit weg. Man lernt neue (alte) Sprachen, lebt in einer größeren Wohngemeinschaft mit anderen zusammen, begegnet vielen neuen Menschen und macht einige schöne Erfahrungen, vor allem auch in Bezug auf den Glauben!“ (Frederic)

    „… ein Jahr des Innehaltens, zugleich der Expedition und der Begegnung. Wir dürfen Altes reflektieren, Neues kennenlernen, uns damit auseinandersetzen und gehen ein Stück Weg gemeinsam. Das Felixianum gibt uns den Freiraum, die berufliche Zukunft zu bedenken. “ (Daniela)

Bewerben für den nächsten Kurs, der am 18. Oktober 2021 beginnt, kannst du dich, wenn du zwischen 18 und 30 Jahren alt bist. Außerdem bewerben für die Teilnahme mit einem reduzierten Programm kannst du dich auch als Theologiestudierende im ersten Semester oder wenn du einen Freiwilligendienst in Trier ab Herbst absolvierst.

Als Felixianer*in wohnst du in einem eigenen Appartement – gleich in der Trierer Innenstadt. Wir bieten dazu eine sehr gute Internetverbindung im ganzen Haus und natürlich auch ein bewährtes Corona-Schutzkonzept.

Haben wir dich neugierig gemacht und willst du das Felixianum näher kennenlernen? Dann freuen wir uns, wenn wir uns, wenn du Kontakt aufnimmst zu uns. Gern kannst du auch einfach mal vorbeischauen und dir alles anschauen!

Da das Felixianum als Vorkurs für ein Studium anerkannt ist, besteht auch die Möglichkeit, Schüler-BAföG zu beantragen. Bewerbungsschluss ist am 30. Juni 2021.

Felixianer*innen retten Sanna Virtannen

Unseren aktuellen Felixabend verbrachten wir zusammen in einem „Online Escape-room“, wo wir als Journalisten versuchten, das rätselhafte Verschwinden einer jungen Frau namens Sanna Virtannen, aufzuklären.

Mit einem Großteil unserer Felixianums Wohngemeinschaft trafen wir uns dazu im Konferenzraum; Herrn Subregens (der trotz oder wegen der räumlichen Trennung ein Glas Wein vor seiner Tür fand) und eine weitere Felixianerin schalteten wir, aufgrund der aktuellen Situation, online live dazu, sodass wir gemeinsam versuchen konnten dem Rätsel auf die Spur zu kommen und dem Opfer zu helfen.

Durch rege Beteiligung und kleinere Diskussionen gelang es uns nach einigem knobeln, Kopf zerbrechen und kombinieren, den Tathergang zu rekonstruieren und der Fährte bis auf ein verlassenes Firmengelände zu folgen. Dort lösten wir den Fall, indem wir Kontakt zu den Erpressern, einigen Umweltaktivisten, herstellten und sie der Polizei übergaben.

So konnte Sanna gerettet werden (wir bedanken uns hiermit für die Mithilfe aller Beteiligten) und wir unseren Abend in einem gemütlichen Beisammensein ausklingen lassen.

Weihnachtsgruß 2020

Fürchtet euch nicht - Gott bei euch!

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

der aktuelle Kurs des Felixianums hat sich seit gestern in die Weihnachtsferien verabschiedet. Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben verändert und geht auch am Orientierungsjahr nicht spurlos vorbei. Dennoch oder gerade deswegen kann Weihnachten uns daran erinnern, nicht zu vergessen:

Gott hat mit der Geburt seines Sohnes
ein Hoffnungszeichen in die Welt gesandt.
Diese Hoffnung dürfen wir auch in diesem
Jahr feiern!

So bleiben auch Sie hoffnungsvoll mit der Zuversicht: Gott bei euch!

In diesem Sinne wünschen wir allen derzeitigen und ehemaligen FelixianerInnen und Freunden des Felixianums ein zwar sicher anderes, aber hoffnungsvolles und gesegnetes Weihnachtsfest.

Möge Gott uns auch im neuen Jahr 2021 jeden Tag mit uns gehen und uns auf unseren Wegen begleiten.

Bischof Stephan Ackermann zu Gast im Felixianum

Am Montagabend, 30. November, stattete Bischof Dr. Stephan Ackermann auch unserem Felixianumskurs einen Besuch ab, was inzwischen zu einer guten Tradition im Felixianum geworden ist. Den Höhepunkt des Abends bildete die Eucharistiefeier zum Fest des Apostels Andreas, in der uns Bischof Stephan einen klaren Auftrag gab: „Menschen zu Jesus führen!“ – wie das Johannesevangelium es in Bezug auf den Tagesheiligen berichtet: Andreas traf seinen Bruder Simon und führte ihn zu Jesus (vgl. Joh 1, 40-42).

Anschließend hießen das Leitungsteam des Felixianums und unser Kurssprecher den Bischof zum gemeinsamen Abendessen willkommen. Es folgte eine angeregte Gesprächsrunde, bei der sich Bischof Stephan sehr interessiert an uns Felixianern zeigte. Auf die Frage, wie er den aus seiner Sicht optimalen pastoralen Mitarbeiter oder einfach seinen Wunschtypus von Christen beschreiben würde, antwortete der Bischof: „Wir brauchen ,burning persons‘!“ In der Tat spürte man an jenem Abend bei allen Teilnehmern die Begeisterung für Jesus Christus und Seine Botschaft, die – so das Fazit – wir nur anbieten können, aber vor allem niemandem vorenthalten dürfen und mit unserem Leben bezeugen wollen. In diesem Sinne: Das Felixianum wünscht eine gesegnete Adventszeit! (jg)

Einen Besuch bei den älteren Geschwistern…

…unternahmen wir Felixianer zum Auftakt unserer Bibel-Werkwoche am Dienstag, 27. Oktober.

Vor der in den 1950er Jahren erbauten Trierer Synagoge erwartete uns Herr Szmere, um uns leidenschaftlich und beredt in das jüdische Alltags- und Glaubensleben, speziell in das Gemeindeleben der Trierer Juden einzuführen. Dabei hatten wir Gelegenheit, unsere Kenntnisse über das Alte Testament aufzufrischen, Tora-Rollen zu besichtigen und die Ordnung einer koscheren Küche zu bestaunen.

Die Ausführungen über das Schicksal der Trierer Bevölkerung jüdischen Glaubens im Nationalsozialismus berührten uns besonders. Drei an der Reorganisierung der Gemeinde nach dem Krieg Beteiligten leben noch, während russischsprachige Menschen heute den größten Teil der Juden im Trierer Bezirk bilden.

Nach der Führung tauschten wir uns lebhaft und kritisch über das aus, was wir gesehen und gehört hatten – für viele von uns war es der erste Synagogenbesuch. Eines wurde definitiv klar: Ohne den Glauben Israels ist Christsein, ja ist Jesus Christus selbst undenkbar. Wir fühlten uns bei unseren „älteren Geschwistern“ jedenfalls herzlich willkommen: „Dieses mein Haus ist ein Haus des Gebetes für alle Völker“ – über dem Portal, durch das wir eintraten, stand dieser Vers programmatisch geschrieben.

Johannes Gold

Geistliche Tage 03. bis 07.08. – Einfach mal die Klappe halten!?

Da die Geistlichen Tage wegen der Corona-Pandemie zum eigentlich geplanten Zeitpunkt nich stattfinden konnten, bestand jetzt die Möglichkeit, diese nachzuholen im Karmel Springiersbach für Diejenigen, die es wollten.

Als unsere Begleiter uns dann am ersten Abend eröffneten, dass wir die nächsten Tage schweigend verbringen würden, waren wir erst mal ziemlich überrascht. Wir würden zwar nicht versuchen, gar keine Geräusche mehr von uns zu geben, aber auf jede mögliche Ablenkung verzichten, jeder nach seinen Möglichkeiten. Nachdem wir an unserem letzten „freien“ Abend wichtige Telefonate führen und uns nochmal unterhalten konnten, ging es am nächsten Morgen auch schon los.

Unser Tagesablauf war strukturiert durch Impulse, Gebetszeiten, Begleitgespräche und eine Heilige Messe pro Tag. Wir hatten aber auch genug Zeit, das ein oder andere Nickerchen zu halten und in der Natur spazieren zu gehen. In der Stille konnten wir uns auf uns selbst und auf Gott konzentrieren und neue Gebetserfahrungen machen, zum Beispiel bei der ignatianischen Schriftbetrachtung. Dadurch haben wir neue Kraft getankt und eine tiefe Ruhe erfahren. Ruhe herrschte auch im Speisesaal, wo die anderen Gäste aus Rücksichtnahme ihre Mahlzeiten ebenfalls schweigend einnahmen – Vielen Dank dafür 🙂

Als wir wieder sprechen durften, entstand ein geradezu babylonisches Stimmengewirr mit heftigen Lachanfällen. Wir werden diese Exerzitien sicherlich in guter Erinnerung behalten…

(sb)